Kopfdeckelschrauben undicht

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Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Moin,
mein Motor ist am Kopfdeckel leicht undicht und zwar leckt es zwischen Schraubenkopf und Teller, der über den Gummidichtteilen sitzt. Alles drum herum ist trocken. Es handelt sich um die mittleren vier, nicht die äußeren. Die Gummidichtteile sind weich, geschmeidig und haben keine Risse.

Nun liegt der Gedanke nah, eine kreisrunde Papierdichtung unterzulegen, aber der Abstand zwischen Schraubenkopf und Teller sollte nahe Null sein, also doch lieber Dirko? Jemand eine bessere Idee? Schraubensicherungslack fällt mir gerade noch ein. :bir:
Dsc_2072.jpg


Achim
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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Bekommst du irgendwie einen ORing zwischen Scheibe und Gummi.

Denn müsstest vielleicht im heißen Wasser weich bekommen.... und nachher noch einigermaßen fest am Schraubenschaft anliegen.

Oder lässt sich der Konus etwas aufdicken ?
Zb mit dünnwandigem Gummischlauch, eine Lage selbstverschweissendes Isolierband, etc. pp

Dann drückt der Konus etwa fester auf den Schraubenschaft
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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Hallo Achim
Ich hatte das gleiche Problem und hatte es zuerst mit hitzebeständigem Silikon Würth 250 Grad Dichtmasse versucht was allerdings nichts brachte.
Habe dann neue Gummiteller verbaut und dann war Ruhe.
Die Dinger sind auch bei Dir bestimmt 20-30 Jahre alt und dichten einfach die Schraube nicht mehr richtig ab. Gruß Peter :CBX:
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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Das mit dem O-Ring könnte klappen.
Über den Schraubenkopf bekommt man den nicht schön,aber es ist auch kein Problem das Gummi im Schraubstock von der Schraube zu drücken und den O-Ring von unten aufzuziehen.
Der sollte dann zwischen Schraubenkopf und Gummi abdichten,das Loch in der Scheibe ist so groß das er dort nicht anliegt.
DSCI1369.JPG
Gruß,
Daniel
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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Das sind noch die ersten und somit sogar 39 Jahre alt. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass die nicht dichten sollen, zumal sie in so gutem Zustand sind. Die haben ja gerade mal 8000km Betrieb auf der Uhr, auch wenn die Jahre natürlich nicht zu vernachlässigen sind, so haben sie zumindest nicht soo viel Wärmestress gehabt, wie welche von vielleicht 100 tkm. Und eigentlich dichten sie ja das ab, was sie sollen. Aber.

Das mit dem O-Ring halte ich mal als gute Idee fest, auch wenn ich noch nicht so genau weiß, woher ich die bekommen sollte. Ein paar habe ich auf Lager, aber ob sie passen, müsste ich mal nachsehen. Danke auf jeden Fall allen Hinweisgebern.
Achim
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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Vielleicht kann der Arnold Korn ja mal eine Produktion aufsetzen.

Wer weiß ...
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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Unabhängig davon wieviele km deine CBX drauf hat, auf Grund des Alters härten die Gummis aus und werden porös, auch wenn du das mit bloßem Auge nicht siehst. Das gilt umso mehr für 40 Jahre alte Teile, weil damals die Chemie noch nicht so weit war wie heute. Ich habe bei allen meinen alten Mopeds Gummiteile gegen neue ersetzt wo das möglich ist und es noch gute Neuteile gibt (das gilt auch für Ansaugstutzen, Bremsmanschetten etc.), unabhängig vom Zustand und nur auf Grund des Alters und habe bzgl. der Funktion keine Probleme. Die Kopfdeckelschrauben kosten nicht die Welt, wäre es meine CBX würde ich ihr neue gönnen und mich darüber freuen ;-)
Gruß, Michael


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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Die Prolink V- Deckelgummis sind ja anders als CB1 Gummis . Soweit ich weis , sind die nicht mal eben zur Hand . Anders als CB1 Gummis , die es als Repl. überall zu kaufen gibt . Ob man solche Prolink Gummis noch bei Honda kaufen kann ?
Ob man einfach solche kleineren CB1 Gummis auf die Schrauben schieben kann ? Die Prolink Schrauben sind ein Stück länger . Das muss schon exakt hinkommen mit der länge zum Stützbund , sonst gibt es entweder zuviel Druck auf die umlaufende V-Deckeldichtung oder Zuwenig . Der Gegensitz am Prolink Ventildeckel ist auch viel größer als am CB1 Ventildeckel . Das sieht dann mit CB1 Gummis doof aus .
Ich werde die unterschiedlichen Längen der V-Deckelschrauben nachher mal abmessen .
Bin recht bescheiden

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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Hallo Achim,
ich habe ebenfalls wie du nachgedacht über diese dämliche Saberei und habe mir aus entsprechenden Gummis O-Ringe gestanzt, welche ich zwischen Schraubenkopf und den Stahldeckeln plazierte, hielt immer nur eine Saison. Letztes Jahr habe ich diese Dinger allerdings komplett ausgetauscht.
Die neuen lagen schon ziemlich lange in meiner Vorratskiste, habe ich mal bei einem Treffen vom Büchsenschütz gekauft (glaube ich)
Seither ist die Maschine ..... sauber. Im nachhinein, es ist kaum vorstellbar, wohin sich der Ölnebel mitsamt Schmutz überall hin verteilt hat und man notorisch auf der Suche nach dieser Schweinerei ist. Es waren bei mir zumindest genau und nur diese dämlichen Deckel.
Also nicht experimentieren, austauschen, diese Hilfsmaßnahmen helfen immer nur temporär.


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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Die Dichtungen gibt es doch noch zu kaufen.

https://www.cmsnl.com/honda-cbx1000-sup ... pA8qpngpPY

Und wenn einen O-Ring,dann zwischen Schraubenkopf und Dichtung.

Eine Abdichtung zwischen Schraubenkopf und Scheibe ist schwierig,da dort der ganze Druck zum tragen kommt und die Dichtung schon beim anziehen zerquetscht wird (ist ja in dem Moment nicht nur der Druck sondern auch noch die Drehbewegung).

Gruß,
Daniel

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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Sehr lustig, ist schon schwierig genug die provisorische Dichtung zwischen Schraube und Dichtung zu bringen. Muss man ja nicht anziehen bis Wasser kommt, sondern nur den Deckel fixieren. Aber zwischen Schraubenkopf und Dichtung? Mach mal die alten Gummies da runter!
Ich musste sie beim Erneuern zerstören, normal abziehen gab ich nach einer Stunde Versuch auf, war einfach nicht drin.


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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Die Gummis lassen sich prima im Schraubstock abdrücken.
Man benötigt nur eine ca. 3cm lange Hülse wo der Schraubenkopf durchpasst.
Die Hülse oben auf die Schraube und das ganze im Schraubstock zusammenpressen,mit etwas zugabe von Silikonspray gehen auch alte Gummis problemlos runter.
Wenn die Gummis eingerissen sind können die natürlich direkt in die Tonne.
Und die Ventildeckelschrauben werden angezogen bis der Bund auf dem Nockenwellenbock aufsetzt,nicht nach Gefühl ob das Gummi anliegt.

Gruß,
Daniel


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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Ich hab das jetzt mal vergleichsweise abgemessen . Die Prolinkschrauben sind zwischen den Bunden um 3mm länger als CB1 Schrauben .
Entsprechend sind auch die Prolinkgummis 3mm dicker als die Handelsüblichen CB1 Gummis .
Somit bist du auf die Originalgummis für Prolink angewiesen .
Im Netz werden die Handelsüblichen CB1 und Boldorgummis von den Dealern stets auch für die Prolink als passend angepriesen .
Damit das möglich sein kann , müssten diese CB1 Gummis ca. 3mm höher bauen als orig. Hondateile , um die 3mm längeren Prolinkschrauben zu egalisieren .
Also kannst du dir es aussuchen , ob du die etwas umständlicher und teurer als orig. SC06 Teile in Holland orderst , oder fix und billiger im Ebay als CB1 / Boldorgummis , mit der Ungewissheit ob die korrekt passen .
Ich hab auch nur noch solche Altgebrauchten SC06 hier , die sehen schon etwas plattgedrückt aus .
Bin recht bescheiden


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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

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Re: Kopfdeckelschrauben undicht

Beitrag von Forum Member »

Danke Daniel fürs Abklappern verschiedener Quellen. Sind allesamt teurer als der Holländer.

Ich habe heute Alberts Tip befolgt und mir O-Ringe gestanzt. Sie haben d=8mm, wie der Bolzendurchmesser, D=11,5mm wie das Loch im Teller. Dicke ist etwas mehr als die Tellerstärke, so werden sie beim zusammenschrauben zwischen Schraubenkopf und Dichtgummi eingequetscht und dichten so den Zwischenraum ab, der ja offenbar das Öl durchlässt. Bislang ist es dicht, bei Bedarf kann ich mir jederzeit sowas nachfertigen. Neu kann ich die Originalteile ja noch immer bekommen, wenn mir das also zu bunt wird, tausche ich sie halt.

Das Abziehen der alten Dichtungen hat mir auch kurz Kopfzerbrechen beschert, bis ich auf die Daniel'sche Methode von allein kam. Zum Glück habe ich einen gut sortierten Metallschrottvorrat und ein passendes Rohrstück war schnell gefunden. Zum Aufdrücken eines Neuteils braucht man das sowieso, mit der Hand wird das wohl nicht klappen.

Nochmals danke allen Mitwirkenden, endlich mal wieder was los in der Hütte.
Achim
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