Lack oder Pulver

Allgemeine Motorradtechnik
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harley-karl

Lack oder Pulver

Beitragvon harley-karl » Sa 19. Okt 2013, 20:54

Beitrag von harley-karl » Sa 19. Okt 2013, 20:54

Hallo Leute,

Der def. Regler hat beim Vorbesitzer die Batterie, so wie ich glaube etliche male "kochen" lassen.
Jetzt möchte ich den Batteriekasten und den in mitleidenschaft gezogenen Hauptständer wieder schön machen.
Was meint Ihr, soll ich die Teile mit Pulver beschichten lassen oder ganz original lackieren lassen??
Was ist der bessere Weg?

Gruß
Karl

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CBX1000CB1
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon CBX1000CB1 » Sa 19. Okt 2013, 21:27

Beitrag von CBX1000CB1 » Sa 19. Okt 2013, 21:27

Ich persönliche denke, dass Pulvern die bessere Wahl ist. Die aufgebrachte Schicht ist wesentlich widerstandsfähiger an solchen Problemzonen. Aber bei diesem Thema werden sich sicherlich noch die Geister scheiden, vermute ich mal !
Gruß vom Hajott


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750four
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon 750four » So 20. Okt 2013, 09:25

Beitrag von 750four » So 20. Okt 2013, 09:25

Hallo Karl
wie Hajott schon sagte
bei diesem Thema werden sich sicherlich noch die Geister scheiden
,
ich persönlich ziehe Kunststoffbeschichten vor,habe diesbezüglich gute Erfahrungen mit meiner Four gemacht die ich vor 13 Jahren hab beschichten lassen.
Die Four steht nach einer Laufleistung von ca,35000 km immer noch da wie am ersten Tag, denke meine Bilder sprechen für sich.
Auch wird immer wieder gesagt, bei einer Beschädigung der Beschichtung wird das Teil Rostunterwandert was vielleicht auch zutrifft,
wobei ich bei meiner Laufleistung noch keine Beschädigung feststellen konnte.
Die Beschichtung ist meines Erachtens um ein vielfaches wiederstandfähiger als eine Lackierung, aber die Lackierung ist einfacher zu reparieren.
Für einen Originalfetischist ist natürlich das Beschichten kein Thema. Meine Meinung Gruß Peter
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon harley-karl » So 20. Okt 2013, 10:16

Beitrag von harley-karl » So 20. Okt 2013, 10:16

Hi, Peter

Das mit der Oberflächenbeschädigung mach mir doch Sorgen. Der Haupt und Seitentänder wird ja doch oft betätigt, die Standfläche am Boden wird halt doch schnell verschlissen sein und wenn dann Feuchtigkeit unter die Beschichtung wandert, ja was ist dann???
Beim Batteriekasten habe ich gar keine Bedenken bezüglich der Beschichtung, da finde ich es richtig gut.
!
Aber bei den Ständern habe ich so meine Zweifel, hast Du den Hauptständer bei der Four auch mit Pulver beschichtet?

Gruß und schönen Sonntag
Karl

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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon CBX1000CB1 » So 20. Okt 2013, 10:30

Beitrag von CBX1000CB1 » So 20. Okt 2013, 10:30

Und wo wäre jetzt der grosse Unterschied ? Auch Lack wird ja bekanntlich vom Rost unterwandert. Wir haben es sicher alle schon mal feststellen müssen, dass unter einem kleinen Lackpinkel eine ordentliche Rostfläche - oder sogar eine komplette Durchrostung - war. Brauchst nur bei älteren Autos zu schauen. Da ist mir die Kunststoffbeschichtung doch lieber, da wesentlich stabiler. Ich habe vor vielen Jahren meinen Gepäckträger pulvern lassen. Der wird ziemlich hergenommen und zeigt auch entsprechende Spuren. Aber nirgends ist die Schicht aufgerissen. Das Teil ist enorm widerstandsfähig.
Gruß vom Hajott


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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon 750four » So 20. Okt 2013, 12:32

Beitrag von 750four » So 20. Okt 2013, 12:32

Hallo Karl
Hajott hat da wiederum Recht, da passiert rein gar nichts. Einzig Battereisäure könnte die Beschichtung beschädigen, je nach dem wie du den Entlüftungsschlauch verlegt hast.
Aber das Problem hast du bei Lack auch. Gruß Peter
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon Ranger » So 20. Okt 2013, 16:27

Beitrag von Ranger » So 20. Okt 2013, 16:27

Jap, eine gut gemachte Pulverbeschichtung kannst sogar mit einem Hammer malträtieren .... ne Weile wenigstens .... und nicht gerade mit der spitzen Kante ...


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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon bikefreak52 » Mo 21. Okt 2013, 13:01

Beitrag von bikefreak52 » Mo 21. Okt 2013, 13:01

Hallo Karl
bei meinen letzten 3 Neuaufbauten/Restaurationen habe ich Rahmen/Schwinge/Ständer/...usw , alles was halt meistens schwarz ist, pulvern lassen.
Schwarz mit 80% Glanz. Bin bis heute absolut zufrieden, ist wirklich sehr widerstandsfähig.

Grüße
Joachim

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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon harley-karl » Mo 21. Okt 2013, 13:30

Beitrag von harley-karl » Mo 21. Okt 2013, 13:30

Hallo Joachim,

so wie es scheint, sind alle von der Pulvertechnik überzeugt, also lasse ich die Teile mit Pulver beschichten.
Habe heute nahe Deinem Wohnort einen Betrieb gefunden in Süßkofen die auch Motorradteile in kleiner Stückzahl pulvern.
Werde heute Nachmittag die Teile dort abgeben, sind ja nur ca. 30 km entfernt und hoffe auf gute Arbeit der Firma

Gruß
Karl

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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon Ranger » Mo 21. Okt 2013, 14:17

Beitrag von Ranger » Mo 21. Okt 2013, 14:17

Da kannste wirklich nix falsch machen, Pulvern ist schon eine ziemlich gute Sache.

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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon CBX1000CB1 » Mo 21. Okt 2013, 19:07

Beitrag von CBX1000CB1 » Mo 21. Okt 2013, 19:07

Wenn Du die Teile zurück hast, könntest Du sie vor dem Einbau bitte fotografieren und hier posten. Ist immer interessant, verschiedene Musterstücke zu sehen !
Gruß vom Hajott


Ich möchte mal sterben wie mein Großvater, friedlich im Schlaf und nicht schreiend wie sein Beifahrer


Alexander
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon Alexander » Mo 21. Okt 2013, 19:35

Beitrag von Alexander » Mo 21. Okt 2013, 19:35

Ich finde Pulvern nicht so angebracht .
Das trägt ziemlich Schichtdick auf und oft muss die Dicke Pulverschicht mit der Feile etc wieder auf maas gebracht werden . Bereits dabei werden die ersten Rostnester angelegt .
Habe mal bei Motorhalteplatten und sonstigen Teilen gesehen , das die nach ein paar Jahren total unterrostet waren .
Klar : Man dreht die Schrauben und Muttern mit 2-3 Kpm dadrauf .
Dann löst sich die Pulverschicht , die ja eh nur wie eine Haut darüberliegt und es unterrostet halt .
Vorverzinken geht auch nicht , denn die Verzinkung setzt Salze frei , wodurch sich die Beschichtung sogleich abhebt .

Beim 2K Lack bzw Grundierung ist es so das es sich durch Kunstharze mit dem Metall verklebt .
Das Pulver verklebt sich nicht mit dem Trägermetall , es liegt einfach wie eine externe Haut da drauf und hält nur auf der rauh angestrahlten Oberfläche .
Alexander
Bin recht bescheiden

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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon Honda1000cbx » Mo 21. Okt 2013, 23:37

Beitrag von Honda1000cbx » Mo 21. Okt 2013, 23:37

Ich hab ja seinerzeit meine CB1 fast komplett pulvern lassen und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wichtig ist auch die Vorbereitung und der Untergrund auf den gepulvert wird. Ich habe und lasse meine Sachen immer hier machen und bin sehr zufrieden.



Viele Grüsse

Stefan

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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon Ranger » Di 22. Okt 2013, 00:27

Beitrag von Ranger » Di 22. Okt 2013, 00:27

Alexander hat geschrieben:Ich finde Pulvern nicht so angebracht .
Das trägt ziemlich Schichtdick auf und oft muss die Dicke Pulverschicht mit der Feile etc wieder auf maas gebracht werden . Bereits dabei werden die ersten Rostnester angelegt .
Habe mal bei Motorhalteplatten und sonstigen Teilen gesehen , das die nach ein paar Jahren total unterrostet waren .
Klar : Man dreht die Schrauben und Muttern mit 2-3 Kpm dadrauf .
Dann löst sich die Pulverschicht , die ja eh nur wie eine Haut darüberliegt und es unterrostet halt .
Vorverzinken geht auch nicht , denn die Verzinkung setzt Salze frei , wodurch sich die Beschichtung sogleich abhebt .

Beim 2K Lack bzw Grundierung ist es so das es sich durch Kunstharze mit dem Metall verklebt .
Das Pulver verklebt sich nicht mit dem Trägermetall , es liegt einfach wie eine externe Haut da drauf und hält nur auf der rauh angestrahlten Oberfläche .
Alexander
Natürlich kann man so etwas immer "mal sehen", aber bei richtiger Vorarbeit ist pulvern extremst haltbar. Du siehst das jeden Tag zum Beispiel an Strassenlaternen, weisst du was die Dinger über die Jahre aushalten? Brückengeländer? Dachplatten? Immer vorausgesetzt es ist professionell gemacht, hält das ausgezeichnet. Selbst an Baumaschinen.
Wer billig kauft, kauft immer 2x, also zum "Pfriemler" gegangen wäre der falsche Weg. Ein Fachbetrieb macht hier gut was her.
Gruss


bikefreak52
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon bikefreak52 » Di 22. Okt 2013, 18:25

Beitrag von bikefreak52 » Di 22. Okt 2013, 18:25

Hallo Karl,
bei dieser Firma in Süßkofen habe ich meine Sachen immer pulvern lassen, zu meiner vollen Zufriedenheit.
Ist nur ca 5 km von mir entfernt...

Grüße
Joachim


Alexander
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon Alexander » Di 22. Okt 2013, 22:15

Beitrag von Alexander » Di 22. Okt 2013, 22:15

Hallo Ranger
Habe heute nochmal meinen Rasen gemäht .
Das Professionell Pulverbeschichtete Rasenmähergehäuse , gibt mir schon sehr Anlass zur Sorge .
Das gleiche beim Batterieträger meines Fiat Punto .
Es Blättert halt einfach nur so ab .
Darunter lacht mich der braune Rost an .
Und das sind Industriell hergestellte Produkte , die einem gewissem Qualitätstandart unterliegen .

Einen glatten Laternenmast sauber zu Strahlen , ist sicher problemloser zu machen als den verwinkelten Rahmen .
Und trotzdem blättert bei jedem Laternmast dann die beschichtung ab . Egal , es wird dann halt nach einigen Jahren ein neuer hingestellt .

Die Pulverspätschäden sieht man überall bei jedem Sonntags Spaziergang .

Zb. Garagentore , Zaunpfosten , Verkehrsschilder , usw .
Tipp : Einfach mal die Augen dafür aufsperren .
Es ist halt so , das es billiger machbar ist und es interessiert nicht was dann in 5-10 Jahren damit ist .

Der betroffene Biker ist zunächst erstmal sehr zufrieden , denn es war billiger und man könnte
" Theoretisch mit einem Hammer darauf herumhauen "
Zudem sieht es gut aus , grade so als wie Lackiert .

:?
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon Ranger » Di 22. Okt 2013, 22:48

Beitrag von Ranger » Di 22. Okt 2013, 22:48

Hi Alexander,
gut, manche sind eben nicht zu überzeugen. Mach das, was bei DIR ammeisten Vertrauen erweckt.
Gruss


Alexander
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon Alexander » Di 22. Okt 2013, 23:46

Beitrag von Alexander » Di 22. Okt 2013, 23:46

Guter Hinweis von Dir .
Ich lasse meine Teile :
Strahlen
Grundieren
Lackieren

Das kostet per Rahmen / Schwinge / Batteriekasten und allen sonstigen Nebenteilen ca. 400 Eur.

Damit habe ich dann schon mal nicht , den immer gerne genommenen Restaurierungsfehler "Pulvern" gemacht .

Auf ein Klassikbike gehört 2K Lack . Das behaupte ich mal so und nicht nur ich .

Nix Plastiküberzugschicht .

Heehe :P
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Bernd
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Re: Lack oder Pulver

Beitragvon Bernd » Mi 23. Okt 2013, 06:53

Beitrag von Bernd » Mi 23. Okt 2013, 06:53

Alexander hat geschrieben:Das trägt ziemlich Schichtdick auf und oft muss die Dicke Pulverschicht mit der Feile etc wieder auf maas gebracht werden.r
Bisher habe ich noch nichts pulvern lassen, habe mir aber einige noch nackte Rahmen nach dem Pulvern angesehen. Von daher teile ich Alexander's Bedenken, besonders an Stellen wo Schrauben oder Muttern fest angezogen werden müssen -- aber ich weiß, viele Leute sind mit den gepulverten Teilen zufrieden. Irgendwann einmal werde ich es wohl auch mal probieren.

Gruß, Bernd
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harley-karl

Re: Lack oder Pulver

Beitragvon harley-karl » Mi 30. Okt 2013, 18:17

Beitrag von harley-karl » Mi 30. Okt 2013, 18:17

So,
heute waren meine Teile abholbereit, bei der Abgabe wurde als Termin der Dienstag vereinbart und auch eingehalten, gestern wurde ich angerufen, daß die Teile fertig sind. Super Service bisher.....

Also heute hin, 100,00 Euro bezahlt und die Teile mit einem Lächeln im Gesicht abgeholt. Die 3 Teile sehen echt stark aus, meine Frau meinte nur, du hast doch Neuteile gekauft!

Die Firma hat 1A Arbeit geleistet, sollte wieder mal was anstehen zum Pulverbeschichten, diese Firma ist meine 1. Wahl
Hier die Adresse: Ammer und Kadk 84152 Mengkofen, Süßkofen 7D

Und hier noch die Bilder:
Bild Bild Bild

Gruß
Karl

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